Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 23. Oktober 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen der Octon Holding GmbH, Paul-Ehrlich-Straße 7, 79106 Freiburg im Breisgau, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau unter HRB 736329 (nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden über die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform BeStride.
(2) Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
(3) BeStride richtet sich vorrangig an Personen, die ein eigenes Business aufbauen oder bereits selbstständig tätig sind. Mit der Registrierung bestätigt der Nutzer, dass er die Plattform für unternehmerische oder freiberufliche Zwecke nutzt.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden BeStride als webbasierte Software-as-a-Service-Plattform zur Verfügung. BeStride unterstützt den Aufbau und Betrieb eines eigenen Business mit folgenden Kernfunktionen:
- KI-gestützte Produkt- und Angebotsentwicklung aus einem Eingabesatz
- Erstellung und Hosting einer individuellen Verkaufsseite oder Webanwendung
- Zahlungsabwicklung über Stripe Connect (Endkunden-Zahlungen und Auszahlungen)
- Schritt-für-Schritt-Begleitung durch rechtliche und behördliche Anforderungen
- Kundenverwaltung (CRM), Angebote, Rechnungen, Buchhaltungs-Anbindung
- KI-Assistenz für Texte, Analysen und Empfehlungen
(2) Der genaue Funktionsumfang richtet sich nach dem Abrechnungszeitraum des Kunden. Module werden stufenweise freigeschaltet, sobald die entsprechenden Voraussetzungen im Business erfüllt sind. Maßgeblich ist der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses veröffentlichte Leistungsumfang.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Software weiterzuentwickeln, einzelne Funktionen zu ändern oder zu ersetzen, solange die wesentlichen Kernfunktionen erhalten bleiben. Wesentliche Funktionseinschränkungen werden mit angemessener Vorlaufzeit angekündigt.
§ 2a Keine Steuer-, Rechts- oder Buchhaltungsberatung
(1) BeStride ist ausdrücklich keine Steuerberatung, Rechtsberatung, Buchhaltungsberatung oder zertifizierte Buchhaltungssoftware. Die Plattform ersetzt nicht die Beratung durch qualifizierte Fachleute wie Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte.
(2) Funktionen zur Rechnungserstellung, Ausgabenverwaltung und Finanzdokumentation dienen ausschließlich der organisatorischen Unterstützung des Kunden. Von der Plattform erzeugte Rechtstexte, Vorlagen und Empfehlungen sind Hilfsmittel und ersetzen keine anwaltliche Prüfung.
(3) Die KI-Assistenz liefert allgemeine Informationen und Vorschläge auf Basis der eingegebenen Daten. Diese stellen keine verbindliche Beratung dar und ersetzen nicht das Urteil qualifizierter Fachleute.
(4) Der Kunde ist allein verantwortlich für:
- Die Richtigkeit und Vollständigkeit aller eingegebenen Daten
- Die Einhaltung steuerlicher und handelsrechtlicher Pflichten
- Die rechtzeitige Konsultation qualifizierter Fachberater
- Die ordnungsgemäße Buchführung gemäß gesetzlicher Vorschriften (GoBD, HGB etc.)
(5) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die aus der Nichtbeachtung dieser Hinweise oder aus unzureichender fachlicher Beratung entstehen.
§ 3 Vertragsschluss und Registrierung
(1) Der Vertrag kommt durch die Registrierung des Kunden auf der Website zustande. Die Registrierung erfolgt über einen Magic Link oder Code per E-Mail (kein Passwort). Mit dem Anfordern des Anmelde-Links bestätigt der Kunde die Kenntnisnahme und Annahme dieser AGB, der Datenschutzerklärung und des Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV). Zeitpunkt und Version der akzeptierten Dokumente werden dokumentiert.
(2) Der Kunde muss bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben machen und diese aktuell halten.
(3) Der Kunde ist für die Geheimhaltung seines Kontozugangs verantwortlich. Bei Verdacht auf unbefugten Zugriff hat er den Anbieter unverzüglich zu informieren.
§ 4 Leistungserbringung und Widerruf
(1) Die Leistungserbringung beginnt unmittelbar nach Vertragsschluss auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden, der dies durch den Beginn der Nutzung bestätigt. Bei digitalen Leistungen, die auf Wunsch des Kunden sofort erbracht werden, erlischt ein etwaiges gesetzliches Widerrufsrecht gemäß § 356 Abs. 4, 5 BGB mit Beginn der Leistungserbringung (vollständig erbrachte digitale Inhalte) bzw. sobald die Dienstleistung vollständig erbracht ist.
(2) BeStride richtet sich an unternehmerische Zwecke. Ein gesetzliches Widerrufsrecht steht gewerblichen Kunden nicht zu.
§ 5 Preise und Zahlung
(1) Das Plattform-Abonnement kostet im Paket Side-Business 49 € pro Monat und im Paket Selbstständigkeit 90 € pro Monat (jeweils inklusive gegebenenfalls anfallender Mehrwertsteuer) und ist zum Ende des monatlichen Abrechnungszeitraums kündbar. Die Zahlung erfolgt im Voraus per Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift über den Zahlungsdienstleister Stripe.
(2) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, nach erfolgloser Mahnung und angemessener Nachfrist den Zugang zur Software zu sperren oder den Vertrag aus wichtigem Grund zu kündigen.
(3) Der Anbieter behält sich vor, die Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen zum Ende des aktuellen Abrechnungszeitraums anzupassen. Bei einer Erhöhung um mehr als 10 % hat der Kunde ein Sonderkündigungsrecht zum Wirksamkeitsdatum.
§ 5a KI-Kontingent und Credits
(1) Die KI-gestützten Funktionen werden über Credits abgerechnet. Im Paket Side-Business sind 500 Credits und im Paket Selbstständigkeit 1000 Credits je bezahltem monatlichen Abrechnungszeitraum enthalten. Der Verbrauch richtet sich nach der erfassten KI-Nutzung; aufwendigere Aufgaben verbrauchen mehr Credits. Credits sind kein Geldguthaben und werden nicht ausgezahlt.
(2) Neue Credits werden erst nach erfolgreicher Zahlung der Monatsrechnung bereitgestellt. Nicht verbrauchte Credits verfallen zum Ende des bezahlten Abrechnungszeitraums und werden nicht übertragen. Zusatz-Credits gelten ebenfalls bis zum Ende des beim Kauf angezeigten Zeitraums.
(3) Bei Erschöpfung des Kontingents pausieren weitere KI-Läufe. Zusatz-Credits können nachgekauft werden. Tarifwechsel gelten ab der nächsten Monatsrechnung; das neue Kontingent wird erst nach deren Zahlung freigeschaltet. Die übrigen Funktionen bleiben bei einem aktiven Abo nutzbar.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, die Budget-Zuteilung pro Tarif mit angemessener Vorlaufzeit anzupassen, soweit dies aufgrund veränderter Drittanbieter-Kosten erforderlich ist.
§ 5b Umsatzanteil bei Endkunden-Zahlungen
(1) Zusätzlich zum monatlichen Abonnement behält der Anbieter bei Endkunden-Zahlungen, die über die Plattform abgewickelt werden, einen Umsatzanteil (Plattform-Fee) ein:
- 4 % auf die ersten 100.000 € Nettoumsatz je Business und Kalenderjahr
- 1,5 % auf den Anteil über 100.000 € Nettoumsatz je Business und Kalenderjahr
(2) Die Berechnung erfolgt ohne Umsatzsteuer auf den über die Plattform vereinnahmten Umsatz. Überschreitet eine Zahlung die Grenze, werden ihre Anteile getrennt berechnet. Das Kalenderjahr beginnt am 1. Januar in der Zeitzone Europe/Berlin. Erstattungen und verlorene Rückbuchungen mindern den Umsatz im ursprünglichen Zahlungsjahr; der Anteil der betroffenen Zahlung wird anteilig zurückgegeben. Bereits abgeschlossene andere Zahlungen werden nicht nachträglich umberechnet. Zahlungsgebühren fallen zusätzlich an. Bei Endkunden-Abos wird zunächst höchstens 4 % einbehalten und ein übersteigender Betrag nach Zahlungseingang automatisch dem verbundenen Zahlungskonto gutgeschrieben.
(3) Alle Abzüge (Stripe-Gebühr, Plattform-Fee, Nettobetrag, aktuelle Staffelstufe und Restbetrag bis zur nächsten Stufe) werden im Modul „Zahlungen" centgenau ausgewiesen.
(4) Der Nutzer ist und bleibt gegenüber seinen Endkunden der Verkäufer; der Anbieter führt die Zahlungsabwicklung als Dienstleister durch.
§ 6 Verfügbarkeit und Support
(1) Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Software von 99 % im Monatsmittel. Ausgenommen sind geplante Wartungsarbeiten, Ausfälle aufgrund höherer Gewalt (§ 10c) und Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters.
(2) Support wird per E-Mail an team@octonholding.de während der üblichen Geschäftszeiten geleistet.
§ 6a Mängelrechte
(1) Bei Mängeln hat der Kunde zunächst Anspruch auf Nacherfüllung durch Beseitigung des Mangels innerhalb angemessener Frist.
(2) Als Mangel gilt nur eine erhebliche, vom vertraglich vorausgesetzten Zustand abweichende Beeinträchtigung der Kernfunktionen. Unwesentliche Abweichungen, einzelne kleinere Fehler sowie funktionserhaltende Änderungen im Rahmen der Weiterentwicklung stellen keinen Mangel dar.
(3) Schlägt die Nacherfüllung fehl, ist der Kunde berechtigt, die Vergütung angemessen zu mindern.
§ 7 Nutzungsrechte und Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde erhält für die Dauer des Vertrages ein einfaches, nicht übertragbares Recht zur Nutzung der Software gemäß diesen AGB.
(2) Der Kunde verpflichtet sich:
- Die Software nur für rechtmäßige Zwecke zu nutzen
- Keine Inhalte einzustellen, die gegen geltendes Recht, fremde Rechte oder die guten Sitten verstoßen
- Die KI-Funktionen nicht für die Generierung rechtswidriger Inhalte, irreführender Kommunikation oder manipulativer Massen-Nachrichten zu missbrauchen
- Die Software nicht zu dekompilieren, zu manipulieren oder deren Sicherheitsmechanismen zu umgehen
- Zugangsdaten geheim zu halten und nicht an Dritte weiterzugeben
- Den Anbieter unverzüglich über erkannte Sicherheitsvorfälle zu informieren
§ 7a Rechte an Daten und KI-Training-Ausschluss
(1) Alle vom Kunden eingegebenen, importierten oder generierten Daten verbleiben im Eigentum bzw. in der Verfügungsbefugnis des Kunden. Der Anbieter erwirbt keine Rechte an diesen Daten über die zur Vertragserfüllung notwendige Nutzungslizenz hinaus.
(2) Der Anbieter verwendet Kundendaten nicht zum Training eigener oder fremder KI-Modelle. Bei eingesetzten KI-Diensten (Anthropic) ist die Verwendung der übermittelten Daten zu Trainingszwecken vertraglich ausgeschlossen (Data Processing Addendum / No-Training-Klausel).
(3) Der Kunde garantiert, dass er zur Eingabe und Verarbeitung der von ihm bereitgestellten Daten berechtigt ist und ggf. erforderliche Einwilligungen betroffener Personen eingeholt hat.
§ 7b Vertraulichkeit
(1) Beide Vertragsparteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und Dritten nicht ohne ausdrückliche Zustimmung zugänglich zu machen.
(2) Vertrauliche Informationen sind insbesondere Geschäftsdaten des Kunden sowie nicht öffentlich bekannte technische und betriebliche Informationen des Anbieters.
(3) Die Vertraulichkeitspflicht besteht über die Dauer des Vertrags hinaus für weitere drei Jahre fort.
§ 7c Sperrung bei Pflichtverletzungen
(1) Bei begründetem Verdacht auf erhebliche Verstöße gegen § 7 ist der Anbieter berechtigt, den Zugang vorübergehend zu sperren.
(2) Der Anbieter informiert den Kunden über die Sperrung und räumt ihm innerhalb von 7 Tagen Gelegenheit zur Stellungnahme ein, soweit dies nicht aufgrund akuter Gefährdung Dritter ausgeschlossen ist.
(3) Bestätigt sich der Verstoß, ist der Anbieter zur außerordentlichen Kündigung berechtigt.
(4) Bei zu Unrecht erfolgter Sperrung wird das Entgelt für den Sperrzeitraum anteilig erstattet.
§ 8 Datenschutz und AVV
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten gemäß der Datenschutzerklärung und den geltenden Datenschutzgesetzen (DSGVO, BDSG).
(2) Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet (insbesondere Daten von Endkunden, Leads, Kontakten des Kunden), gilt ergänzend der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), der mit Annahme dieser AGB als geschlossen gilt. Der AVV ist abrufbar unter /avv.
(3) Bei wesentlichen Änderungen der Sub-Auftragsverarbeiter (AVV § 8) wird der Kunde informiert und kann innerhalb von 30 Tagen widersprechen mit dem Recht zur außerordentlichen Kündigung.
(4) KI-Verarbeitungen erfolgen teilweise über Anbieter mit Sitz in den USA (Anthropic), abgesichert durch EU-Standardvertragsklauseln (SCC).
(5) Der Kunde kann seine Daten jederzeit über die in der Software bereitgestellte Export-Funktion herunterladen und sein Konto löschen.
§ 9 Vertragslaufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Bei monatlicher Abrechnung kann er jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats gekündigt werden.
(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(3) Die Kündigung kann über die Kontoeinstellungen in der Software oder per E-Mail an team@octonholding.de erfolgen.
(4) Nach Beendigung des Vertrages kann der Kunde innerhalb einer Karenzzeit von 30 Tagen seine Daten über die Export-Funktion sichern. Nach Ablauf dieser Frist werden alle Kundendaten unwiderruflich gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen (insbesondere § 147 AO).
§ 10 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden aus Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, maximal auf die vom Kunden in den letzten 12 Monaten gezahlten Entgelte.
(3) Die Haftung für Datenverlust ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre.
(4) Der Anbieter haftet ausdrücklich nicht für:
- Fehlerhafte steuerliche, rechtliche oder geschäftliche Entscheidungen des Kunden
- Vertrauen auf KI-generierte Analysen, Texte oder Empfehlungen ohne eigene Prüfung
- Entgangenen Gewinn, entgangene Geschäftsmöglichkeiten oder sonstige indirekte Schäden
- Reputationsschäden oder immaterielle Schäden
- Schäden, die durch Handlungen Dritter verursacht werden, sofern der Anbieter angemessene Sicherheitsmaßnahmen getroffen hat
(5) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
§ 10a Drittanbieter und Integrationen
(1) BeStride ermöglicht die Anbindung von Drittanbieterdiensten. Zum Start werden folgende Integrationen angeboten: Stripe (Zahlungsabwicklung, Pflichtbestandteil der Plattform) und Lexoffice/Lexware (Buchhaltungs-Anbindung, optional, nur bei aktivierter Verbindung).
(2) Die Nutzung von Drittanbieterdiensten unterliegt deren jeweiligen Nutzungsbedingungen. Der Anbieter ist nicht verantwortlich für Verfügbarkeit, Funktionalität oder Datenschutzpraktiken der Drittanbieter.
(3) Der Anbieter haftet nicht für Schäden durch Ausfall, Änderungen an APIs oder Datenverlust bei Drittanbietern.
§ 10b Künstliche Intelligenz und Agent-Apps
(1) BeStride nutzt KI-gestützte Funktionen (Angebotsentwicklung, Seitenerstellung, Texte, Analysen, Empfehlungen). Diese dienen ausschließlich der Unterstützung und ersetzen kein menschliches Urteil.
(2) Aktionen mit Außenwirkung (z. B. das Live-Schalten einer Seite, das Absenden von Nachrichten an Dritte, das Absenden behördlicher Formulare) führt die Plattform ausschließlich nach ausdrücklicher Bestätigung durch den Nutzer aus. Alle vorbereitenden Aktionen ohne Außenwirkung kann die Plattform eigenständig durchführen und informiert den Nutzer darüber.
(3) Vom KI-Agenten erstellte Seiten und Anwendungen (Agent-Apps) werden durch eine mehrstufige Sicherheitsschleuse geprüft (statischer Scanner, Moderations-Pass, Review-Pass) und gehen erst nach ausdrücklicher Freigabe durch den Nutzer live. Generierter Code läuft auf einer isolierten Sites-Subdomain und hat keinen Zugriff auf Plattform-interne Systeme.
(4) KI-generierte Inhalte werden ohne Gewähr bereitgestellt. Der Anbieter garantiert nicht für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Eignung für bestimmte Zwecke von KI-generierten Analysen, Texten oder Empfehlungen.
(5) Soweit die Software automatisierte Klassifikationen vornimmt (z. B. Beleg-Scan, Kontakt-Bewertung), sind diese transparent einsehbar und jederzeit manuell korrigierbar. Rechtlich bindende automatisierte Entscheidungen im Sinne von Art. 22 DSGVO trifft die Plattform nicht; ein Mensch bestätigt stets.
(6) Die Transparenzpflichten nach Art. 50 der EU-KI-Verordnung (AI Act) werden eingehalten; KI-generierte Inhalte werden in der Plattform als solche kenntlich gemacht.
(7) Der Anbieter haftet nicht für Entscheidungen, die auf Basis von KI-Empfehlungen getroffen werden.
§ 10c Höhere Gewalt
Der Anbieter haftet nicht für die Nichterfüllung seiner Pflichten, wenn dies auf Umstände zurückzuführen ist, die außerhalb seiner zumutbaren Kontrolle liegen, insbesondere: Naturkatastrophen, Epidemien, Krieg, Terrorismus, Sabotage, Stromausfälle, Cyber-Angriffe, behördliche Maßnahmen, Streiks sowie Ausfall wesentlicher Cloud-Infrastruktur. Bei solchen Ereignissen verlängern sich vereinbarte Fristen entsprechend.
§ 10d Verantwortlichkeiten des Kunden
(1) Der Kunde trägt die alleinige Verantwortung für:
- Die Richtigkeit, Vollständigkeit und Rechtmäßigkeit aller eingegebenen Daten
- Die Einhaltung aller für ihn geltenden gesetzlichen Vorschriften (Steuerrecht, Handelsrecht, Datenschutzrecht)
- Die regelmäßige Sicherung seiner Daten
- Die Überprüfung aller von der Software generierten Dokumente vor dem Versand
- Die Einholung fachlicher Beratung bei steuerlichen, rechtlichen oder geschäftlichen Fragen
(2) Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer Verletzung dieser Pflichten entstehen, einschließlich angemessener Rechtsverteidigungskosten.
§ 10e Beta-Funktionen
(1) Einzelne Funktionen können als Beta-Features bereitgestellt werden. Diese werden „wie besehen" (as is) ohne Gewährleistung bereitgestellt und können jederzeit geändert oder entfernt werden.
(2) Die Haftung des Anbieters für Beta-Funktionen ist vollständig ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
§ 11 Änderungen der AGB
(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB anzupassen, soweit dies aufgrund geänderter Rechtslage, technischer Entwicklungen oder neuer Funktionen erforderlich wird.
(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform (E-Mail oder Hinweis in der Software) mitgeteilt.
(3) Die geänderten AGB werden nur wirksam, wenn der Kunde ihnen aktiv zustimmt. Eine Zustimmung durch bloßes Schweigen findet nicht statt. Stimmt der Kunde nicht zu, bleibt der bestehende Vertrag zu den bisherigen Bedingungen bis zum nächstmöglichen ordentlichen Kündigungstermin bestehen.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Freiburg im Breisgau, sofern der Kunde Kaufmann ist oder keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam oder undurchführbar sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
(4) Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform (E-Mail genügt).
§ 13 Streitbeilegung
(1) Die Europäische Kommission informiert über außergerichtliche Streitbeilegung für Verbraucher unter: Verbraucherstreitbeilegung in der EU.
(2) Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).